Antonio Lucio Vivaldi erblickte am 4. März 1678 in Venedig das Licht der Welt – der Legende zufolge während eines Erdbebens. Im Jahr 1703 empfing er die Priesterweihe, musste seine Stelle als Kaplan an der Kirche Santa Maria della Pietá gesundheitsbedingt allerdings bald aufgeben. Vivaldi konzentrierte sich danach vollends auf die Musik und würde über die Jahre zur europäischen Berühmtheit.
Aus seiner Feder stammen fast 500 Konzerte, etwa ab 1710 galten die Werke Vivaldis als der Inbegriff italienischer Konzertkunst. Bis heute konnten 49 von ihm geschriebene Opern identifiziert werden. Sein berühmtestes Werk ist unbestritten „Le quattro stagioni“ – Die vier Jahreszeiten.
Vivaldi zeichnete der Einsatz einer enorm breiten Palette unterschiedlicher Instrumente aus. Von den klassischen Streich- und Blasinstrumenten bis hin zu einem (Barock)Hackbrett – Salterio genannt. Typisch für seine Kompositionen sind eine lebendige Rhythmik, eine bezaubernde melodische Schönheit sowie beeindruckend virtuose Solopassagen.